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Alain Lebeau

Geburtsdatum: 25. März 1967 (Quebec, Kanada)

Todesdatum: 19. Dezember 1992 (Montreal, Kanada)

Todesursache: Selbstmord durch Kopfschuss

Pseudonym: Alan Lambert, Alain Le Beau

Es gibt kein Foto von Alan Lambert, weil seine Freunde keine von ihm hatten, seine Familie keine herausgeben wollte und die Rechte für den Rest bei der Produktionsfirma Falcon liegen. Das Bild hier stammt aus „Finished“ (siehe unten)

Leben

Alan Lambert ging um 1988 nach Los Angeles und stieg in die Pornoindustrie ein. Er wirkte in etwa zwei Dutzend Filmen mit.

Während seiner Tätigkeit in der Sexindustrie besuchte Alan auch die Universität und studierte Verwaltungsfachwirt. Sein Bücherregal war gefüllt mit Schriften von Marx, er hörte gerne Mozart. Einmal sagte er einem Darstellerkollegen er sei den meisten anderen Menschen überlegen.

Alan Lambert sah sich selbst als Revolutionär an. Er war Marxist und kritisierte den Warenkreislauf und die Entfremdung durch den Kapitalismus. Er verkaufte sich dennoch selbst und wurde auf einem ziemlich direkten Weg selbst zur Ware. Er war sich bewusst, dass selbst wenn wir kritisch mit unserem Konsumismus umgehen, wir uns alle dennoch daran beteiligen. Alan Lambert sah Prostitution als „notwendiges Übel“ um sich selbst über Wasser zu halten bis er schließlich seine politischen Ziele erreichen würde. Er schrieb an einer Art kommunistisches Manifest. Er erwartete den Fall des Kapitalismus voraus und war besessen von apokalyptischen Vorstellungen. Er war sich sicher, dass sehr bald eine Revolution von „einem wie ihm“ ausgehen würde. Freunde sagen er sei manisch-depressiv gewesen.

Alan war sich auch darüber bewusst, dass die Halbwertzeit von schwulen Pornodarstellern begrenzt ist. Gefragt sind nur junge, schöne Männer. Es wird gesagt, dass Alan sehr strikt im Einhalten seiner Diätpläne war. Alan wollte dem möglichen Abstieg, der mit dem Älterwerden einhergeht, nicht erleben und nahm sich im Dezember 1992 das Leben. Dafür wählte er mit dem Saint-Louis Square in Montreal einen öffentlichen Ort. Er hinterließ ein 18-seitiges Abschiedsschreiben.

Er hatte bereits monatelang von Selbstmord gesprochen, aber niemand versuchte ihn davon abzuhalten.

Alans Lebenspartner war ebenfalls Pornosdarsteller.

Sonstiges

Über das Leben von Alan Lambert wurde eine Dokumentation von William E. Jones, der ihn nie persönlich kennengelernt hatte, gedreht. Sie trägt den Titel „Finished“. Damit wurde Alans „Prophezeiung“ es würde ein Film über ihn gedreht werden Realität.

„Indem er Bilder von Alan Lambert an den Orten, an denen er lebte und arbeitete, verwendet, erzählt Jones eine persönliche und bewegende Geschichte. […] Sein Material ist eher sachlich und vorsichtig als sensationslüstern und ausbeuterisch. Als Experimentalfilm, der eine im Schatten Hollywoods gedeihende Industrie erforscht, ist Finished eine beeindruckende Reflektion über die flüchtige Natur des Ruhms und die Macht der bewegten Bilder“

Quellen

pornography/deadpornactors/alanlambert.txt · Last modified: 2015/08/31 12:36 (external edit)