Julia Margaritha Rijo

„Rosi“, Quelle: Die Presse

„Rosi“

Age: 31

Dominican Republic

Somewhen before November 1992

April 17 1993 found on a paddock in Sankt Margarethen

„Rosi“ was born in 1962 in the Dominican Republic and was prostituted in different brothels in Burgenland and Upper Austrai (Oberösterreich).

„Ich habe mit Rosi in der Mausibar am Präbichl gearbeitet“, so die Aussage einer Prostituierten. Wie viele Frauen aus Higuey kam auch „Rosi“ über eine Agentur in die Steiermark. Hier mussten die Betroffenen der Prostitution nachgehen, um überleben zu können. Die Mausibar war Drehscheibe. Von dort aus wurden die Prostituierten illegal weitervermittelt, auch an burgenländische Bordellbetreiber. So auch Rosi.

Das Geschäft in den Rotlichtlokalen florierte. Die Bordellbetreiber verdienten mit den Frauen aus der Karibik Unsummen. Um Schwierigkeiten mit Aufenthaltsgenehmigungen zu vermeiden, wurden viele Prostituierte mit einheimischen Männern verheiratet.

Her naked and decompsed body was found in April 1993 on a paddock, lying under a black wrap, which was torn on different parts. Her corpse showed several animal bites.

She was strangled to death, her right thigh showed traces of sawing. One of her upper arms was broken after her death.

The prosecutors think her corpse was deposited for about half a year on a dry and weatherproof place, like a shed.

The Cold Case was reinvestigated in 2015 which led to her identification in new forensic procedures.

Nachdem die Polizei jahrelang im Dunklen tappte, wurde der Fall 2015 von der Cold Case Abteilung des Bundeskriminalamtes neu aufgerollt. „Die ersten Ermittlungen gingen Richtung Osteuropa“, erzählt Chefinspektor Kurt Linzer vom Cold-Case-Management. Doch in den Anrainer-Staaten wurden keine passenden Abhängigkeiten gefunden. Der neue Ansatz der Ermittler war folgender: „Wir fragten uns, wer ist Opfer von Gewaltverbrechen und kamen auf Prostituierte“, schildert Linzer. Schnell waren Nachtlokale ausfindig gemacht worden, die in den Jahren rund um den Mord „florierten“, wie Linzer beschreibt. In Sieggraben und Eisenstadt wurden die Mordermittler fündig, eine Prostituierte aus den Lokalitäten war seit einiger Zeit abgängig. Linzer hat sich mit der forensischen Abteilung der Uni München kurzgeschlossen, wo eine sogenannte Isotopen-Untersuchung durchgeführt wurde. Anhand von chemischer Elemente in den Überresten der Verstorbenen wurde der Herkunftsraum der Toten eingeschränkt. „Die Frau musste in der Nähe der großen Antillen, der Dominikanischen Republik oder Haiti aufgewachsen sein“, erzählt Linzer. Über die Interpol in Santa Domingo wurden Verwandte des Opfers gefunden, ein „Family Check“ durchgeführt. Die Schwester der Prostituierten machte einen Mundhöhlenabstrich, die DNA stimmte tatsächlich überein. (Kurier.at)

  • prostituiertenmorde/at/rosi.txt
  • Zuletzt geändert: 2018/05/10 19:42
  • von hanna