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 Das Landgericht hat im Ergebnis auch mit Recht angenommen, daß der Angeklagte einen versuchten Mord begangen hat. Ob er bei dem von der Zeugin A. versuchten und von ihm unterstützten Selbstmord entsprechend seinem Plan, sie "​allein in den Selbstmord zu treiben",​ als mittelbarer Täter gehandelt hat, kann dahinstehen. Er hat die Tat jedenfalls in dem Augenblick als unmittelbarer Täter begangen, als er sich am Mittag des 7. Februar 1976 entschloß, sie allein in dem Hotel zurückzulassen,​ obwohl er nicht mehr damit rechnete, daß sie die Einnahme von 30 Schlaftabletten "​überleben werde"​. Schon in der Nacht davor hatte er von der Herbeiholung eines Arztes abgesehen, "weil es ihm gerade auf ihren Tod ankam" (UA S. 17). Um ihre Rettung zu vereiteln, unterrichtete er die Rezeption des Hotels davon, "daß seine Begleiterin noch schlafe und das Zimmer noch für einen weiteren Tag gemietet werden solle"​. Alsdann entfernte er sich unter einem Vorwand und kehrte nicht mehr zurück. "Ihm war klar, daß aufgrund seiner Angaben ... an diesem Tag vom Hotelpersonal niemand mehr in das Zimmer kommen und Frau A. auffinden werde" (UA S. 18). Dieses tätige Handeln des Angeklagten sollte ihre Rettung verhindern und diente damit der Herbeiführung ihres Todes. (BGH, 10.05.1977 - 5 StR 149/​77)</​blockquote>​ Das Landgericht hat im Ergebnis auch mit Recht angenommen, daß der Angeklagte einen versuchten Mord begangen hat. Ob er bei dem von der Zeugin A. versuchten und von ihm unterstützten Selbstmord entsprechend seinem Plan, sie "​allein in den Selbstmord zu treiben",​ als mittelbarer Täter gehandelt hat, kann dahinstehen. Er hat die Tat jedenfalls in dem Augenblick als unmittelbarer Täter begangen, als er sich am Mittag des 7. Februar 1976 entschloß, sie allein in dem Hotel zurückzulassen,​ obwohl er nicht mehr damit rechnete, daß sie die Einnahme von 30 Schlaftabletten "​überleben werde"​. Schon in der Nacht davor hatte er von der Herbeiholung eines Arztes abgesehen, "weil es ihm gerade auf ihren Tod ankam" (UA S. 17). Um ihre Rettung zu vereiteln, unterrichtete er die Rezeption des Hotels davon, "daß seine Begleiterin noch schlafe und das Zimmer noch für einen weiteren Tag gemietet werden solle"​. Alsdann entfernte er sich unter einem Vorwand und kehrte nicht mehr zurück. "Ihm war klar, daß aufgrund seiner Angaben ... an diesem Tag vom Hotelpersonal niemand mehr in das Zimmer kommen und Frau A. auffinden werde" (UA S. 18). Dieses tätige Handeln des Angeklagten sollte ihre Rettung verhindern und diente damit der Herbeiführung ihres Todes. (BGH, 10.05.1977 - 5 StR 149/​77)</​blockquote>​
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 +Täter: ​
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 +Günter S. aus D., geboren 1953 (zum Tatzeitpunkt 23 Jahre alt)
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 +===== Gerichtsurteile =====
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 +Bundesgerichtshof Urt. v. 10.05.1977, Az.: 5 StR 149/77
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 +LG Bremen - 07.12.1976
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 ===== Quellen ===== ===== Quellen =====
  
 Jurion Jurion
  • prostitutionmurders/de/a.1499109484.txt.gz
  • Zuletzt geändert: 2017/07/03 21:18
  • von hanna