Asta Jurkat

25 Jahre, Litauerin, „Krystina“

19. Oktober 2004, Köln, Militärringstraße, Straßenstrich

Asta J. ist Überlebende eines Mordversuchs von "Brummi-Mörder" Marco M..

Asta ging nicht gerne der Prostitution nach, war jedoch auf das Geld angewiesen.

„Wie ein Tier“ habe sich Marco M. ihr gegenüber verhalten, sagt die ehemalige Prostituierte Asta J. vor Gericht. Am Abend des 19. Oktobers 2004 hat der Täter sie auf dem Straßenstrich in Köln aufgegabelt und in seinen Lastwagen einsteigen lassen. Für Asta J. wird es ein Horrortrip. Marco M. versucht sie unmittelbar nach dem Einsteigen mit einem Seil zu erdrosseln. Zunächst kann Asta J. den Kopf aus der Schlinge ziehen, die Beifahrertür öffnen und aus dem Wagen springen. Doch der körperlich weit überlegene Fernfahrer hat sie rasch wieder eingeholt. Diesmal nimmt er die Hände. Er würgt sie, bis sie ohnmächtig wird. Als Asta J. wieder zu sich kommt, liegt sie in der Schlafkoje des Lastwagens. Marco M. ist mit seiner Beute unterwegs Richtung Düsseldorf.

Bei Neukirchen schließlich steuert der Fernfahrer eine einsame Stelle an. Er vergewaltigt sein Opfer und Asta J. dann unter einem Vorwand aus dem Wagen. Asta J. ahnt, was nun folgt. Sie fällt vor ihrem Peiniger auf die Knie und fleht um ihr Leben: „Lass mich los, lass mich gehen.“Doch der Täter rammt ihr nur wortlos ein Klappmesser in die Brust. Sie sackt zusammen, kriecht auf allen Vieren in ein nahe gelegenes Maisfeld.

Nach Ansicht von Staatsanwalt Frank Späth ging Marco M. davon aus, dass die junge Frau sterben werde. Doch sie kämpft um ihr Leben. Zwar ist der Herzbeutel getroffen, doch so dass sie nicht sofort verblutet. Mit letzter Kraft kann sie sich zur nahe gelegenen Autobahn schleppen, wo eine Pkw-Fahrerin sie findet. Eine Notoperation rettet die Schwerverletzte. „Er ist krank“, sagt Asta J. über den Täter.

Der Mordversuch an Asta J. ist Gegenstand bei Aktenzeichen XY vom 10.02.2006.

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  • Zuletzt geändert: 2018/07/19 15:24
  • von hanna