Namen unbekannt

49 Jahre, Thailänderin (Mord)

46 Jahre, Thailänderin (Mordversuch)

8. Juni 2005

Bad Harzburg, Herzog-Julius-Straße, Terminwohnung

Der Täter kam gegen 22 Uhr in die Terminwohnung und zeigte ohne ein Wort zu sagen auf eine der beiden anwesenden prostituierten, thailändischen Frauen, Sie verschwanden im Zimmer. Minuten später hörte die Kollegin Schreie.

Als die prostituierte Frau dem Täter in dem Zimmer den Rücken zukehrte, soll er ihr mit einem hammerähnlichen Gegenstand von hinten auf den Kopf geschlagen haben. Diesen Gegenstand hatte er wahrscheinlich mitgebracht.

Als die Kollegin ins Zimmer kam, war sie bereits tot. Die Kleidung des Täters war voller Blut. Er schlug die Zeugin ebenfalls mit dem Gegenstand krankenhausreif, versuchte ihr mit einem Messer in den Hals zu stechen Doch die Frau habe sich derart gewehrt, dass ihm dies nicht gelang - er ließ von ihr ab. Sie flüchtete mit Schädelfrakturen, Platzwunden und Schnittverletzungen an den Händen auf die Straße. Der Täter soll währenddessen in den Raum zurückgekehrt sein, in dem er zuvor die 49-jährige niedergeschlagen hatte. Als er merkte, dass sie noch lebte, habe er ihr mit dem Messer in den Hals und in die Schulter gestochen, so die Anklage. Der 41-jährige soll daraufhin geflüchtet sein, das Opfer verblutete. Die schwer verletzte zweite Prostituierte wurde kurz darauf blutüberströmt an der Herzog-Julius-Straße von Passanten gefunden.

Ein 42 Jahre alter Mann, ein gelernter Fleischer, konnte als mutmaßlicher Täter ermittelt werden. Er wurde wegen Mord und Mordversuch angeklagt. Er räumte ein in dem Haus gewesen zu sein, habe aber einen prostituierte Transvestiten in einer anderen Wohnung aufgesucht.

Der 42-Jährige gab an, neben den sexuellen Kontakten zu seiner Frau 2005 im Schnitt einmal wöchentlich eine Prostituierte aufgesucht zu haben. Nach Darstellung des Angeklagten finanzierte er dies von einem Taschengeld, das ihm seine Frau monatlich überwiesen habe. Diese sei über die Kontakte informiert gewesen

Der Täter war einer von mehreren Tatverdächtigen in einem Tötungsdelikt Ende der 90er Jahre in Sachsen-Anhalt. Dieses Verfahren wurde seinerzeit ohne Ergebnis eingestellt. Es ging um den Mord an einer jungen Frau. Aus Mangel an Beweisen wurde der Mann freigesprochen. Gegen dieses Urteil wurde seitens der Staatsanwaltschaft Revision eingelegt.

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