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Beate Fischer

Beate Fischer, 32 Jahre

Sonntag, 24. Juli 1994, Hof Emmentaler Straße 97, Berlin

Beate Fischer war verheiratet und Mutter zweier Kinder.

Beate wurde von den drei Neonazis Matthias F. (22), Mirko Döhring (19) und Oliver Peter (19) im getötet. Sie war den Tätern zunächst freiwillig gefolgt. Dem Gericht zufolge hat die Frau dort freiwillig Sex mit allen, will aber nach einer Misshandlung gehen. Die Neonazis verhinderten das. Um die zehn Stunden muss das Martyrium gedauert haben. Die Täter fesselten Beate, rasierten ihr die Haare ab und vergingen sich mehrfach an ihr. Doch auch dann ließen sie nicht von der wehrlosen Frau aus Weißensee ab. Sie versuchten sie zu ertränken, zu vergiften. Beate wurde schließlich erwürgt. Dann warfen sie sie nackt, nur in eine Decke gewickelt, als letzte Erniedrigung vor die Mülltonnen.

Die Hausbewohner berichteten den Ermittlern von einer Party, die zuvor in einer Wohnung im zweiten Stock des Hauses stattgefunden hatte. Dessen zum Tatzeitpunkt verreister Mieter war als Neonazi bekannt. Oft waren aus den Räumen Nazi-Lieder zu hören gewesen. Bierflaschen sollen vom Balkon auf Fußgänger geworfen worden sein. Aufgrund der Zeugenaussagen fahndete die Mordkommission am 27. Juli 1994 nach den Mirko Döhring, Oliver Peter und Dirk Goldmann (18).

Das Gericht verhängte lebenslange Haft für Matthias F., neun und zehn Jahre Jugendstrafe für die Mittäter. Der Richter sagt in der Urteilsbegründung, die Neonazis „haben nach ihrer Wolfsmoral Sex als die Bühne ihrer Macht benutzt“.

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