Cat

28 Jahre alt, Thailänderin

13. Juni 2003, Bordell Pascha, Köln, Zimmer 302

Cat gelang es noch den Notruf zu drücken, als die Ärzte ihr Zimmer betraten, war sie jedoch nicht mehr ansprechbar: der Täter hatte ihr 14 mal ein Messer in den Oberkörper und den Bauch gerammt. Anschließend ließ er die Tatwaffe zurück.

Der 20-Jährige Gymnasiast Cihan B. hatte zuvor zwei Kolleginnen von Cat bedroht: Die 36-Jährige Domina Tina und ihre Kollegin Michelle (ohne nähere Angaben). Beim dritten Anlauf traf er auf „Cat“, die gerade ihr Bett frisch bezog.

Cats Ehemann, ein 45-jähriger Deutscher, reiste aus Berlin an. Er wusste angeblich nicht, dass seine Frau wochenweise in Köln als Prostituierte arbeitete. Das Geld, das Cat verdiente, überwies sie per „Western Union“ an ihre Familie in Thailand.

  • Mordmotiv: Geld für eine Autoreparatur benötigt (520 Euro).
  • Strafmaß: 6 Jahre und 9 Monate Jugendhaft wegen heimtückischen Mordes.
  • Strafmildernde Umstände: „unglückliche Kindheit“, von den Eltern immer wieder als Versager abgestempelt worden

Die Kölnische Rundschau schreibt: „Die Liebesdamen im „Pascha“ nahmen den Mord an ihrer Kollegin scheinbar gelassen hin; rauchend und flachsend lehnten sie sich aus den Fenstern und schauten den Ermittler bei der Arbeit zu. Manche Prostituierte wollten am Nachmittag zur Arbeit gehen, doch die Polizei hinderte sie daran.“

Pascha-Geschäftsführer Armin Lobscheid dachte nach dem Mord über erhöhte Sicherheitsvorkehrungen nach, zB durch strengere Kontrollen oder Metalldetektoren wie an Flughäfen. Dennoch kam es im Jahr 2006 erneut zu einer Messerattacke, eines 20-Jährigen Täters. Trotz lebensgefährlicher Verletzungen überlebte das 23-Jährige Opfer, wie es heißt „ohne Folgeschäden“.

„Sie liebte Blumen. Sie ging täglich in die Stadt, baute einen Altar aus frischen Blumen auf“ (Armin Lobscheid über „Cat“)

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  • Zuletzt geändert: 2015/03/13 18:10
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