Dana Franzke

Dana Franzke, 23

Juni 1994, Berlin

Im Mai 1996 begann die Klärung des Mordes an Dana F., als eine Videokassette über die Stationen München und Stuttgart die Berliner Kripo erreichte. Der Film dokumentierte Folterung, Tötung, Schändung und Zerstückelung von Dana Franzke, war vom Täter in seinem Berliner Haus gedreht worden und entlarvte ihn.

In Danas Körper wurden drei Sedativa und Narkotika nachgewiesen, die nur in der Anästhesie gebräuchlich sind. Gerd Wenzinger hatte die Frau wahrscheinlich so dosiert betäubt, dass sie handlungsunfähig, aber nicht bewusstlos war, hatte ihr dann mit Nadeln Verletzungen an der Brust, mit einer zunächst vermutlich noch ausgeschalteten Kettensäge Verletzungen an Hals und Rumpf zugefügt und die Folter anschließend mit laufender Säge bis zum Tode des Opfers fortgesetzt. Er missbrauchte die Leiche, schnitt ihr die Brüste ab, „hantierte damit in triumphal-degradierender Weise“ und zerteilte die Tote höchst ungewöhnlich, nämlich nicht der Anatomie folgend, sondern „in absoluter Systematik“ mit Kettensägen-Schnitten in regelmäßigen Abständen, wobei er die Schnitte gleichzeitig zum Überdecken der Folterspuren nutzte. Nur die abgetrennten Brüste bildeten davon eine Ausnahme.

Gerd Wenzinger erhängte sich 1997 in seiner Gefängniszelle.

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