Gabriele Nagorny

Gabriela Nagorny, Quelle: Nürnberger Nachrichten

(teilweise auch: Nagorni)

23 Jahre, Serbin

„Joana“

Freitag, 11. Juli 1992, kurz nach 18 Uhr, Forsthofstraße, Nürnberg-Bleiweiß

Gabriela stammte aus Serbien und war eine ehemalige Internatsschülerin. Sie floh während des Kosovokriegs nach Deutschland. Da sie keine Arbeit fand ging sie der Prostitution nach. Einer Freundin erzählte sie zwei Wochen vor der Tat sie wolle aus der Prostitution aussteigen.

Währendes Mordes saß Gabrielas von Drogensucht und Krankheit (AIDS) gezeichneter 35 Jahre alter Ehemann, der in derselben Wohnung seine Rauschgiftgeschäfte abgewickelt haben soll, im Nebenraum vor dem Fernseher. Als er ihre Hilferufe hörte, rannte er in den Korridor. In diesem Augenblick stürzte ein Mann aus dem Schlafzimmer, ein blutiges, beidseitig geschliffenes Messer in der Hand. Der Ehemann warf sich auf den Täter und wurde durch mehrere Messerstriche verletzt.

Gabriela flüchtete schreiend und blutüberströmt über die Terrasse nach draußen und schleppte sich bis in die Andreasstraße. Dort brach sie zusammen und verblutete. Das Messer hatte ihre Halsschlagader verletzt. Da Gabriela nicht wie üblich vor dem „Sex“ das Geld zu ihrem Mann ins Nebenzimmer brachte, ist davon auszugehen, dass es sich nicht um einen normalen „Freier“ handelte.

Der Polizei liegen ein Phantombild sowie die DNA des Täters vor. Gefunden werden konnte er noch nicht. Gabrielas Ehemann starb im Jahr 1995 an seiner AIDS-Erkrankung.

Aktenzeichen XY ungelöst vom 19.04.2007

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