Manuela L.

56 Jahre

„Jasmin“

Freitag, 26. Februar 2016, Gelsenkirchen

InterCity Hotel Gelsenkirchen, Zimmer 217

Der Täter Uwe G. verabredete sich an zwei kurz aufeinanderfolgenden Tagen (24. und 26. Februar) via Handy-App mit der prostituierten Frau. Die Kontaktdaten hatte er auf der Internet-Plattform „markt.de“ gefunden.

Uwe G. soll sie laut Anklage zunächst mit beiden Händen gewürgt und dann mit sechs Stichen mit einem Butterfly-Messer erstochen haben.

„Beim Verkehr kam mir die Idee sie zu würgen, bis sie bewusstlos war.“ „Zufällig“ lag sein Messer auf der Kommode. „Ich hatte Angst, dass sie schreit“ «Ich habe das Messer genommen und zugestochen, dann noch mal und noch mal.» so Uwe G.

Nach der Tat setzte er sich in einen Zug nach Düsseldorf, ging dort zur Polizei und gestand den Mord. Eigentlich habe er es nur auf das Auto der Frau abgesehen, sagte er damals. Nach dem Verlust seines Hausmeisterjobs und seiner Dienstwohnung sei er mittellos gewesen. Vor Gericht bestritt er die Raubidee jedoch.

Der Westen schreibt

„Laut Anklage war der 51-Jährige vor der Tat in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Er kam aus Bremen, wo seine Existenz zerrüttet, er beruflich und privat gescheitert war, verlassen von Frau und Kindern, arbeitslos, pleite. Zuletzt stand die Räumung seiner Wohnung in dem Stadtstaat an, vor der er nach Gelsenkirchen floh.“

Uwe G. schilderte vor Gericht er habe sich in Amsterdam mit Drogen umbringen wollen

„Ziellos habe ich mich selbst durch die Straßen laufen sehen“, schildert er und legt großen Wert darauf, seinen angeblich übermaßigen Alkoholkonsum in den Vordergrund zu stellen und den zu häufigen Gebrauch seiner Asthma-Medikamente.

Die Psychiaterin, die ihn untersuchte, konnte jedoch keine Anzeichen von Depressionen feststellen.

Zur Sprache kam ein problematisches Verhältnis zu Frauen. Zur geschiedenen Ehefrau erklärt er:

„Ich hatte immer das Gefühl, dass sie zu wenig tut. Für die Kinder, die Wohnung und für mich.“

Bezüglich seiner Partnerin, mit der er 5 Jahre bis zur Tat zusammen war, war Eifersucht ein Thema.

Uwe G. wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Manuelas Ehemann bot kurz nach ihrem Tod ihre Kleidung im Internet an.

  • prostitutionmurders/de/gelsenkirchen2016.txt
  • Zuletzt geändert: 2017/12/09 12:34
  • von hanna