User Tools

Site Tools

Follow us!

  • Facebook Logo
  • Twitter Logo

E-Mail

mail [at] sexindustry-kills [punkt] de
Translations of this page:

prostitutionmurders:de:gisela_singh

Gisela Singh

Quelle: Aktenzeichen XY

36 Jahre

Mordzeit und -ort

Freitag, 14. Juni 1991, Frankfurt, Westendstraße Straßenstrich

Fund der Leiche: 30. Juni 1991 in einem Waldgebiet zwischen Hofheim und Langenhain

Hintergründe

Gisela wohnte in Frankfurt, ihre Eltern, die sie regelmäßig besuchte, in Wiesbaden.

Gisela, aus “gutem Elternhaus” kommend, war drogenabhängig und Mutter einer Tochter, welche seit ihrem zweiten Lebensjahr in einer Pflegefamilie lebte. Sie ging seit mehr als 16 Jahren in Frankfurt auf dem Straßenstrich (Westendstraße) der Prostitution nach. Sie war AIDS-krank und zwar in einem sehr akuten Zustand.

Regelmäßig wurde Gisela von Rettungssanitätern aufgelesen und mit einer Drogenüberdosis in die Uni-Klinik gebracht.

Sie benötigte so dringend Geld um ihre Sucht zu finanzieren, dass sie mit jedem Freier mitging, und auch “bei schrägen Typen” einstieg, so eine Kollegin.

Ein Ehepaar und ihr 23 Jahre alter Sohn fanden ihre Leiche am 30. Juni 1991 im Langenhainer Wald am Parkplatz Eselsweg beim Pilze sammeln. Die Leiche war schon teilweise verwest, der Schädel skelettiert. Er war verdeckt mit Laub, Erde und Zweigen. Im Wald werden Handtasche, Tablettenröhrchen und Einwegspritze gefunden. Die Todesursache war Erdrosseln oder Erwürgen. Außerdem wurden Schnittwunden am Bauch festgestellt, die von einem Kampf mit dem Mörder stammen können.

Gisela hatte auffällig viele Narben, vor allem an den Beinen. Das linke Wadenbein war mit mehreren Fünf-Markstück großen, runden Narben bedeckt.

Zuletzt lebend gesehen wurde Gisela am Freitag, 14. Juni 1991 gegen 15 Uhr im Frankfurter Betreuungscafé für Drogenabhängige (Café Fix) an der Moselstraße von einem Arzt. Ihr ging es aufgrund ihrer AIDS-Erkrankung sehr schlecht.

Sie hatte einen Stammfreier namens Hans.

Der Möder deckte Giselas Leiche mit Ästen und Laub zu, ihre Schuhe, Hose und Socken drapierte er fein säuberlich neben ihrem Kopf. Er hatte ihren Bauchraum geöffnet und den Dünndarm entfernt.

Die Ermittlungsbehörden prüfen, ob Manfred Seel als Täter in Frage kommt.

Es wird ein Zusammenhang zum Mord an Manuela Rumpf vermutet.

Aktenzeichen XY ungelöst 10. Januar 1992

Quellen

prostitutionmurders/de/gisela_singh.txt · Last modified: 2016/05/31 23:59 by hanna