Ingrid D.

Donnerstag, 12, März 1970

Bielefeld

Der Angeklagte ist hinreichend verdächtig, versucht zu haben, einen Menschen zur Befriedigung des Geschlechtstriebes zu töten, indem er am 12. März 1970 in Bielefeld die Prostituierte Ingrid D. zur Befriedigung seines Geschlechtstriebes so lange am Hals würgte, bis sie bewußtlos wurde, wobei er sich dessen bewußt war und billigend in Kauf nahm, daß das Würgen den Tod der Frau zur Folge haben könne.

Wie die Strafkammer nicht verkennt, liegt der Verdacht, daß der Angeklagte den Tod der Frau D. auch billigend in Kauf genommen hat, hier besonders auch deswegen nahe, weil er schon einmal im Jahre 1954 in Aachen eine Prostituierte gewürgt und im selben Jahre in seiner pommerschen Heimat, wo er sich zu Besuch aufhielt, ein kleines Mädchen erwürgt hat, um seinen perversen Geschlechtstrieb zu befriedigen, hierwegen auch vom Bezirksgericht Neubrandenburg zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt worden ist. (BGH, 19.08.1971 - 4 StR 304/71)

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  • von hanna