Name unbekannt

38 Jahre

Dienstag, 4. März 2008

Laubach-Gonterskirchen

Die prostituierte Frau war Mutter von vier Kindern und stammte aus Wölfersheim, lebte zum Tatzeitpunkt in Ranstadt. Sie war neu in der Prostitution, ihren ersten Einsatz überlebte sie nicht.

Am Abend des 4. März wurde die prostituierte Frau für 150 Euro in die Wohnung des 38 Jahre alten Täters bestellt. Als sie sich nach den sexuellen Handlungen die Schuhe anziehen wollte, fiel der Täter von hinten über sie her. Zuerst stieß er sie, so dass sie zu Boden stürzte. Dann ließ er sich auf sie fallen, brach ihr dabei mehrere Rippen, presste seine Knie auf ihre Arme, schlug mit der Faust auf sie ein, malträtierte Augen und Unterkiefer. Er würgte sie so lange bis sie starb. Anschließend packte er die Leiche ins Auto der Frau, fuhr nach Röthges. Dort stellte er den Wagen auf einer Wiese ab und machte sich zu Fuß auf nach Wetterfeld, um seinem Job als Zeitungsausträger nachzugehen.

Er ging zu einer 28-Jährige Bekannten, mit der er sich eine Liebesbeziehung wünschte, die diese jedoch ablehnte. Sie berichtete vor Gericht er habe »miese Laune gehabt wie eigentlich jeden Tag«, habe etwas von »Stress mit der Familie« gesagt, aber ansonsten normal gewirkt.

Der Verteidiger plädierte vor Gericht auf Totschlag. Die Tat sei im Affekt geschehen, da die prostituierte Frau sich über die Erektionsprobleme des Täters lustig gemacht habe. Das Gericht hielt dieses Motiv für nicht glaubwürdig, da der Täter sie von hinten angriff und sehr planvoll und rational handelte.

Der Laubacher, der bis zur Untersuchungshaft im Haus seiner Mutter wohnte, war arbeitslos, bemühte sich aber nicht um »Hartz IV«. Durch das Austragen von Zeitungen verdiente er wöchentlich 60 Euro. Er gab an, er habe der prostituierten Frau 150 Euro aus einer Sparbüchse gegeben. Eine solche Büchse hatte die Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung allerdings nicht gefunden.

Das Urteil lautete lebenslänglich.

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  • Zuletzt geändert: 2017/11/29 22:17
  • von hanna