prostitutionmurders:de:liliana

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prostitutionmurders:de:liliana [2017/07/03 19:27]
hanna
prostitutionmurders:de:liliana [2017/07/03 19:28] (aktuell)
hanna [Aus dem Urteil]
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 <​blockquote>​Der 23-jährige,​ bislang nur wegen Diebstahls in Erscheinung getretene Angeklagte leidet an einer chronifizierten paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie. Nachdem er am Vortag die ihm monatlich zustehende Sozialleistung in Höhe von 329 € in bar erhalten hatte, begab er sich am Nachmittag des 2. Juli 2014 zunächst zweimal in die Unterkunft der ihm bis dahin unbekannten späteren Getöteten, um dort jeweils gegen Bezahlung deren Dienste als Prostituierte in Anspruch zu nehmen. Gegen 19.30 Uhr kehrte er wie angekündigt nochmals zurück, wobei er nunmehr ein einseitig geschliffenes Messer mit etwa 11 cm langer Klinge bei sich führte. Von seinem Bargeld waren ihm lediglich noch 10 € verblieben. Während er den linken Arm um die Frau legte, stach er mit dem in der rechten Hand gehaltenen Messer unvermittelt insgesamt zehnmal in Tötungsabsicht auf deren Körper ein. Um ihre Schreie zu unterdrücken,​ hielt er ihr sodann über geraume Zeit hinweg Mund und Nase zu, sodass sie nach kurzer Zeit an Verbluten und Ersticken verstarb. (BGH, 06.08.2015 - 3 StR 198/​15)</​blockquote>​ <​blockquote>​Der 23-jährige,​ bislang nur wegen Diebstahls in Erscheinung getretene Angeklagte leidet an einer chronifizierten paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie. Nachdem er am Vortag die ihm monatlich zustehende Sozialleistung in Höhe von 329 € in bar erhalten hatte, begab er sich am Nachmittag des 2. Juli 2014 zunächst zweimal in die Unterkunft der ihm bis dahin unbekannten späteren Getöteten, um dort jeweils gegen Bezahlung deren Dienste als Prostituierte in Anspruch zu nehmen. Gegen 19.30 Uhr kehrte er wie angekündigt nochmals zurück, wobei er nunmehr ein einseitig geschliffenes Messer mit etwa 11 cm langer Klinge bei sich führte. Von seinem Bargeld waren ihm lediglich noch 10 € verblieben. Während er den linken Arm um die Frau legte, stach er mit dem in der rechten Hand gehaltenen Messer unvermittelt insgesamt zehnmal in Tötungsabsicht auf deren Körper ein. Um ihre Schreie zu unterdrücken,​ hielt er ihr sodann über geraume Zeit hinweg Mund und Nase zu, sodass sie nach kurzer Zeit an Verbluten und Ersticken verstarb. (BGH, 06.08.2015 - 3 StR 198/​15)</​blockquote>​
  
-<​blockquote>​Das Schwurgericht ist nach durchgeführter Beweisaufnahme davon überzeugt, dass der Angeklagte die Prostituierte "​Lilly"​ am Abend des 02.07.2014 in einem Bordellbetrieb am Bahnhof in Osnabrück heimtückisch durch 10 Messerstiche,​ verbunden mit einem Ersticken durch Zuhalten der Atemwege, tötete. Nach der Tat durchsuchte der Angeklagte das Zimmer seines Opfers nach Wertgegenständen und entwendete 80,00 €, ein IPhone und ein Laptop. Das Vorliegen des Mordmerkmals der Habgier vermochte die Schwurgerichtskammer dennoch nicht festzustellen. Ferner konnte die Kammer nicht ausschließen,​ dass das Handeln des Angeklagten durch dessen psychische Störung in Form einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie beeinflusst war, so dass sie bei der Urteilsfindung von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten auszugehen hatte. Eine Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe war deshalb nicht geboten. Während der Vertreter der Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes gefordert hatte, hatte die Verteidigung eine Verurteilung wegen Totschlags in einem Zustand verminderter Schuldfähigkeit erstrebt.</​blockquote> ​(Pressemitteilung Nr. 7/2015 des LG Osnabrück vom 22.01.2015) +<​blockquote>​Das Schwurgericht ist nach durchgeführter Beweisaufnahme davon überzeugt, dass der Angeklagte die Prostituierte "​Lilly"​ am Abend des 02.07.2014 in einem Bordellbetrieb am Bahnhof in Osnabrück heimtückisch durch 10 Messerstiche,​ verbunden mit einem Ersticken durch Zuhalten der Atemwege, tötete. Nach der Tat durchsuchte der Angeklagte das Zimmer seines Opfers nach Wertgegenständen und entwendete 80,00 €, ein IPhone und ein Laptop. Das Vorliegen des Mordmerkmals der Habgier vermochte die Schwurgerichtskammer dennoch nicht festzustellen. Ferner konnte die Kammer nicht ausschließen,​ dass das Handeln des Angeklagten durch dessen psychische Störung in Form einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie beeinflusst war, so dass sie bei der Urteilsfindung von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten auszugehen hatte. Eine Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe war deshalb nicht geboten. Während der Vertreter der Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes gefordert hatte, hatte die Verteidigung eine Verurteilung wegen Totschlags in einem Zustand verminderter Schuldfähigkeit erstrebt. (Pressemitteilung Nr. 7/2015 des LG Osnabrück vom 22.01.2015)
  
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 Videobericht [[http://​www.watch4.de/​news/​osnabrueck_25_jaehrige_prostituierte_getoetet_82426.phpWatch&#​x20;​4|25- jährige Prostituierte in Osnabrück getötet]] Videobericht [[http://​www.watch4.de/​news/​osnabrueck_25_jaehrige_prostituierte_getoetet_82426.phpWatch&#​x20;​4|25- jährige Prostituierte in Osnabrück getötet]]
  
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  • Zuletzt geändert: 2017/07/03 19:28
  • von hanna