Maria Magdalena Siemoneit

Quelle: Aktenzeichen XY

45 Jahre, Polin

26. Juni 2003, gegen 22:50 Uhr, Köln-Bickendort, Apartment 1302 im West-Center, Venloer Straße 601

Maria war Mutter von drei erwachsenen Söhnen, die in Polen lebten und zum Zeitpunkt ihres Todes gerade zu Besuch bei ihr in Köln waren.

Kölnischer Stadt-Anzeiger vom 28.06.2003:

„Gegen 23 Uhr hatten Nachbarn einen lauten Streit aus der Wohnung Nr. 1302 im Haus A gehört. Als nach wenigen Minuten der Lärm verstummte, griff ein Mieter zum Telefon und rief die Polizei. Den Beamten bot sich in der Wohnung ein schreckliches Bild. Die Polin lag in einer Blutlache; der Täter muss der Frau mit einem spitzen Gegenstand mehrfach in den Oberkörper gestochen haben. Der Notarzt konnte der 45-Jährigen nicht mehr helfen. In der gesamten Wohnung fand die Spurensicherung Blutspuren. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen geht die Mordkommission West von einem Kampf auf Leben und Tod in der Wohnung an der Venloer Straße 601 aus. Ob der Täter ein so genannter Freier war, ist für die Beamten noch unklar. Auch das Motiv des Unbekannten liegt im Dunkeln. Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen, sagte Polizeisprecher Wolfgang Beus. Bisher steht nur fest, dass die alleinstehende Frau das Appartement Nr. 1302 für ihre Liebesdienste angemietet hatte. Etwa zwanzig solche Wohnungsbordelle gibt es in dem verwinkelten Gebäude. Kurze Zeit hatte die Polizei noch in der Nacht geglaubt, dass sie den Täter gefasst habe. Unmittelbar nach der Entdeckung der Leiche hatten Beamte bei der Fahndung einen Verdächtigen überprüft. Er wies erhebliche Kratzspuren an den Unterarmen auf. Aber dem Mann konnte eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden“.

Wenige Tage vor dem Mord hatte Maria Magdalena S. sich auf eine Anzeige als Hundesitterin beworben.

Aktenzeichen XY ungelöst vom 1. April 2004

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