Monta K.

22 Jahre, Lettin

Mittwoch, 31. März 2010, Gäßnerweg 62, Berlin-Tempelhof

Monta wuchs in der lettischen Kleinstadt Valmiera auf.

Als Monta 14 war starb ihr Vater, den sie sehr liebte, an einem Herzinfarkt. Monta zog sich zurück, war oft traurig und wütend.

Nach dem Schulabschluss zog sie in die lettische Hauptstadt Riga und begann eine Ausbildung zur Schneiderin. Diese Lehre brach sie jedoch nach einem Jahr ab und kehrte nach Valmiera zurück. Sie lernte den Landvermesser Maris kennen und gründet mit ihm eine Familie. Tochter Samantha wird geboren, die kleine Familie baut ein Haus. Dann jedoch verliert Maris seinen Job und die Familie gerät in finanzielle Not. Ihr wird ein Job in Berlin angeboten. Sie erzählt ihrer Familie es handele sich um einen Job im Hotel. Tatsächlich geht Monta jedoch in einem Berliner Bordell der Prostitution nach. Sie wohnt in einer Wohnung über dem Bordell.

Zwei Jahre lang schickt sie Geld nach Hause, fast alle was sie verdient. Als Maris herausfindet womit sie das Geld verdient, kommt es zur Trennung. Außerdem kam es zu Streitigkeiten weil er das Geld in Drogen statt in die Raten für das Haus investierte.

Monta beginnt eine Freundschaft mit ihrem Stammfreier Leon B. Er hilft ihr beim Schritt in die Selbstständigkeit. Nachdem es Streit mit dem Vermieter gegeben hat (Grund: Leon Bs regelmäßige Wutattacken) wird Monta ihre Wohnung gekündigt und sie zieht, vermutlich vor allem notgedrungen, zu Leon B. nach Tempelhof. Monta möchte wieder zurück nach Lettland zu ihrer Tochter, die bei ihrer Großmutter lebt.

Am Tattag kommt es zum Streit zwischen Monta und Leon B. Er möchte die Trennung nicht akzeptieren, ist sauer, dass sie sich eine eigene Wohnung gesucht hat. Er erstickt die zweijährige Samantha und erwürgt Monta. Er versteckt das Kind in einem Koffer und Monta in einer Kühltruhe. Vermutlich nahm er sich noch am selben Tag das Leben mit einer Plastiktüte über den Kopf

Samantha war nur deshalb für drei Wochen zu Besuch bei ihrer Mutter in Berlin, weil ihr Geburtstag am 14. April vor der Tür stand.

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  • Zuletzt geändert: 2015/04/17 19:06
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