Sonja S.

Sonja S., 25

Oktober 1989, Autobahn Frankfurt/Darmstadt (Fundort Leiche)

Die prostituierte1) Sonja S. wurde von ihrem Mörder erwürgt, die Leiche wurde weggeworfen.

Der Mordfall und die Hintergründe zur Person Sonja S. wurden von dem Journalisten Raimund Koplin in einem Dokumentarfilm aufgegriffen. Dieser wurde beim Bayerischen Rundfunk im Jahr 1991 ausgestrahlt.

„Warum bin ich eigentlich auf die Welt gekommen“,

hat Sonja S. kurz vor ihrem Tod in ihr Tagebuch geschrieben.

Der Täter G. tötete im Oktober 1988 auch eine 17 Jahre Anhalterin, im September 1989 eine 22 Jahre alte prostituierte Frau, sowie beging im März 1990 einen Mordversuch an einer 22 Jahre alten prostituierten Frau.

In der Nacht vom …. auf den ….10.1989 nahm der Untergebrachte die 25-jährige auf dem Straßenstrich tätige Prostituierte C in sein Fahrzeug auf und begann auf einem Parkplatz im Einvernehmen mit ihr mit der Ausübung des Geschlechtsverkehrs. Entweder während oder nach dem Koitus schlang er zwei im Auto mitgeführte Nylon-Strümpfe der Geschädigten um den Hals und tötete das sich wehrende Opfer durch Erdrosseln. Mit einem weiteren Strumpf fesselte er die Hände der Geschädigten vor dem Bauch. Es fand ein Samenerguss statt, wobei nicht festgestellt werden konnte, ob dieser vor während oder nach der Tötungshandlung stattfand. Das Gesamtgeschehen sei – so die Kammer – ein sexuell lustvolles Erleben und sexuell motiviert gewesen. (OLG Frankfurt am Main, 22.08.2011 - 3 Ws 761/11; 3 Ws 762/11)


1)
Zur Schreibweise (Klein- vs. Großschreibung) und Sprache siehe: Prostituierte oder prostituiert(e)
  • prostitutionmurders/de/sonja_s.txt
  • Zuletzt geändert: 2017/07/03 23:06
  • von hanna