Stanislava Kratinova

Stanislava Kratinova, 42, Tschechin, Quelle: Die Harke

42 Jahre, Tschechin

28. Oktober 1999

Rodewald / Wendenborstel Straße

Stanislava wohnte in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Ort der Nähe von Prag (Dolni Roven). Sie war mehrfach verheiratet und war Mutter von 3 Kindern. Sie bezog dort nach einem Arbeitsunfall eine kleine Invalidenrente, die aber nicht zum Leben reichte.

Sie hielt sich deshalb regelmäßig in Deutschland auf und ging der Prostitution nach. Dabei war sie häufig als Anhalterin im LKW unterwegs und war allein 1999 30 Mal in Deutschland eingereist. Sie war hauptsächlich in Süddeutschland unterwegs.

Immer wenn sie zurück kam hatte sie Geld und Geschenke für die Familie dabei. Darüber welcher Arbeit sie in Deutschland nachging schwieg sie.

Am 25. Oktober 1999 holte sie ihre Rente von umgerechnet 100 DM beim Postamt ab, verabschiedete sich von ihrer elfjährigen Tochter, die beim Vater lebte und fuhr wieder per Anhalter nach Deutschland.

Eine Polizeistreife kontrollierte sie am 28. Oktober frühmorgens auf dem Autobahn-Rastplatz „Lehrter See“ in der Nähe von Hannover, wo sie auf dem Weg Richtung Norden war.

Einige Stunden später entdeckte eine holländische Familie auf dem Rastplatz an der B 214 bei Rodewald ihre Leiche in einem angrenzenden Waldstück. Der Schleifspur zufolge wurde sie auf dem Parkplatz in das Auto geladen und an den Armen in den Wald gezogen. Sie war erdrosselt worden.

Aktenzeichen XY berichtete seinerzeit (3. Dezember 1999). Dadurch konnte Stanislavas Identität geklärt werden.

15 Jahre nach Stanislavas Tod wurde der Fall am 3. Dezember 2014 bei Aktenzeichen XY in Erinnerung gerufen. Nach der Ausstrahlung meldeten sich eine Reihe von Zeugen.

(Etwa ab Minute 50)

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