Name unbekannt

46 Jahre

Bordellbrand: Sonntag, 2. Oktober 2016, Kims Privat Club, Hauptstraße 461, Würselen

verstorben: Donnerstag, 6. Oktober 2016

Gegen 3:50 Uhr ging ein Notruf bei der Würselener Feuerwehr ein.

Als rund 50 Retter der Freiwilligen Feuerwehr am Brandort in Würselen bei Aachen wenige Minuten später eintreffen, haben sich zwei Frauen leicht verletzt ins Freie retten können, eine weitere Frau wird vermisst. „Die Flammen schlugen bereits aus dem Erdgeschoss und der ersten Etage“, berichtet die Feuerwehr.

Die Vermisste wurde im Haus leblos aufgefunden und zunächst erfolgreich reanimiert, verstarb jedoch wenige Tage später im Krankenhaus. Zwei weitere Frauen konnten sich retten, eine durch einen Sprung aus dem Fenster.

Laut Bauamt hätte sich in dem Gebäude niemand aufhalten dürfen. Es werden deshalb Vorwürfe gegen die Stadt Würselen erhoben, die den illegalen Bordellbetrieb über Jahre nicht unterbunden hat, obwohl sie davon wusste. Schon ab 2011 haben steuerrechtliche Ermittlungen gegen die Eigentümer stattgefunden. Hintergrund: Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuerhinterziehung in den Jahren 2007 und 2008 sowie Umsatzsteuerhinterziehung von Januar 2009 bis April 2011.

„Nach den Feststellungen des Brandsachverständigen ist am wahrscheinlichsten von einer fahrlässigen Verursachung durch eine weggeworfene und nicht ordentlich gelöschte Zigarettenkippe auszugehen“, teilte der Aachener Oberstaatsanwalt Wilhelm Muckel mit. „Ein Verursacher konnte nicht ermittelt werden.“

  • prostitutionmurders/de/wuerselen.txt
  • Zuletzt geändert: 2017/11/22 11:17
  • von hanna