prostitutionmurders:de:yvonnepolzin

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hanna [Hintergründe]
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 ===== Hintergründe ===== ===== Hintergründe =====
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 +[{{ :​prostitutionmurders:​de:​till_hauke_heldt.jpg?​200|Till-Hauke Heldt, Quelle: Weser Kurier, 3. Oktober 2001}}]
  
 Die Täter waren ein 29-jähriger Kaufmann aus Bremen, Till-Hauke Heldt und Tim Schüler. Die Täter waren ein 29-jähriger Kaufmann aus Bremen, Till-Hauke Heldt und Tim Schüler.
  
-Die beiden Täter töteten 1995 und 1996 auch einen nepalesischen Flüchtling (aus Eifersucht und Fremdenhass) und einen Bremer Kaufmann (Habgier, Versicherungsbetrug)+Die beiden Täter töteten 1995 und 1996 auch den nepalesischen Flüchtling ​Shiva K.C. (aus Eifersucht und Fremdenhass) und den Bremer Kaufmann ​Reinhard Wojciechowski ​(Motiv: ​Habgier, Versicherungsbetrug)
  
 Nach diesen beiden Morden begann Heldt sadomasochistischen Sex zu praktizieren. Er in der Rolle des Meisters. Er nannte sich „Eric“ in den Rollenspielen und mietete eigens ein Haus an. Ihm ging es um „die Begegnung mit dem Herrn“, die er durch Fesselungen,​ Bestrafungen,​ Erniedrigungen erreichen wollte. Als Kind wurde er nach eigenen Angaben in ähnlicher Weise von seinem Vater misshandelt. ​ Nach diesen beiden Morden begann Heldt sadomasochistischen Sex zu praktizieren. Er in der Rolle des Meisters. Er nannte sich „Eric“ in den Rollenspielen und mietete eigens ein Haus an. Ihm ging es um „die Begegnung mit dem Herrn“, die er durch Fesselungen,​ Bestrafungen,​ Erniedrigungen erreichen wollte. Als Kind wurde er nach eigenen Angaben in ähnlicher Weise von seinem Vater misshandelt. ​
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 Heldt träumte von einer „SM-Welt“ mit permanentem Rollenspiel mit Turmzimmer, einem als Thron verkleideten elektrischen Stuhl. Der Plan sei ihm „eine Herzensangelegenheit“ gewesen, den er nie verwirklichen konnte. Stattdessen eröffnete er einen „stinknormalen Puff“. Seine spätere Frau hatte dafür ein ehemaliges Flüchtlingsheim an der Waller Heerstraße gekauft, in dem in acht Zimmern der Prostitution nachgegangen wurde, im Keller eine Domina „Lady Donja“. Heldt träumte von einer „SM-Welt“ mit permanentem Rollenspiel mit Turmzimmer, einem als Thron verkleideten elektrischen Stuhl. Der Plan sei ihm „eine Herzensangelegenheit“ gewesen, den er nie verwirklichen konnte. Stattdessen eröffnete er einen „stinknormalen Puff“. Seine spätere Frau hatte dafür ein ehemaliges Flüchtlingsheim an der Waller Heerstraße gekauft, in dem in acht Zimmern der Prostitution nachgegangen wurde, im Keller eine Domina „Lady Donja“.
  
-1998 lernte Heldt Yvonne kennen, eine „psychisch labile junge Frau“. Sie verliebte sich in ihn, wurde, um ihm zu gefallen, prostituiert und bot als einzige in Heldts Bordell Analverkehr an. „Sie hat fantastisch gearbeitet, weil sie in mich verliebt war“, sagte Heldt. Er war fasziniert von der „totalen Unterordnung bis zur Selbstaufgabe“ und behandelte sie „wie Dreck“.+1998 lernte Heldt Yvonne kennen, eine „psychisch labile junge Frau“. Sie verliebte sich in ihn, wurde, um ihm zu gefallen, prostituiert und bot als einzige in Heldts Bordell ​in der Waller Heerstraße ​Analverkehr an. „Sie hat fantastisch gearbeitet, weil sie in mich verliebt war“, sagte Heldt. Er war fasziniert von der „totalen Unterordnung bis zur Selbstaufgabe“ und behandelte sie „wie Dreck“. ​Heldt habe Yvonne mit Schüler geteilt: "Ich war für sie der Papst, Schüler war für sie der liebe Gott". Schüler, der laut Heldt die ursprüngliche Idee mit dem Bordell gehabt haben soll, räumte nach erstem Zögern vor Gericht Milieukontakte ein. 
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 +[{{:​prostitutionmurders:​de:​yvonne_polzin_ofen.jpg?​250|Das selbstgebaute Krematorium,​ Quelle: Weser Kurier, 27. Oktober 2001}}]
  
 Heldt, der seine Frau anfangs in seine Rollenspiele einbezogen hatte, ging mehr und mehr dazu über zu Hause ein „normales Leben“ mit einem Kind seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern zu leben. In dieses Paralleluniversum platzte Yvonne als sie an seiner Tür schellte und Heldts Frau öffnete. In Yvonnes Auftauchen sah er einen  „absoluten Tabubruch“. Sie musste weg. Er brachte sie nach Nordrhein-Westfalen zu Tim Schüler. Schüler besorgte ihr eine Bleibe, setzte sie unter falschem Namen für neue Betrügereien ein. Als er für drei Monate in U-Haft kam, stand Yvonne vor dem Nichts und wandte sich wieder an Heldt. Sie sagte einem Bekannten sie habe „gegen ihn noch ein Ass im Ärmel“. Das war der Zeitpunkt wo Heldt beschloss: Sie muss weg für immer. Heldt, der seine Frau anfangs in seine Rollenspiele einbezogen hatte, ging mehr und mehr dazu über zu Hause ein „normales Leben“ mit einem Kind seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern zu leben. In dieses Paralleluniversum platzte Yvonne als sie an seiner Tür schellte und Heldts Frau öffnete. In Yvonnes Auftauchen sah er einen  „absoluten Tabubruch“. Sie musste weg. Er brachte sie nach Nordrhein-Westfalen zu Tim Schüler. Schüler besorgte ihr eine Bleibe, setzte sie unter falschem Namen für neue Betrügereien ein. Als er für drei Monate in U-Haft kam, stand Yvonne vor dem Nichts und wandte sich wieder an Heldt. Sie sagte einem Bekannten sie habe „gegen ihn noch ein Ass im Ärmel“. Das war der Zeitpunkt wo Heldt beschloss: Sie muss weg für immer.
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 http://​www.hiergeblieben.de/​pages/​textanzeige.php?​id=1812Ein http://​www.hiergeblieben.de/​pages/​textanzeige.php?​id=1812Ein
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 +Weser Kurier, 27. Oktober 2002
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 +Weser-Kurier,​ 30. Mai 2002
  
  
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